Trump unterzeichnete unmittelbar nach seiner Amtseinführung eine Reihe von Dekreten – viele davon mit dem Ziel, das Einwanderungs- und Einbürgerungssystem der USA grundlegend zu verändern. Dazu gehören drei Dinge: ein besonders medienwirksames Dekret, demzufolge künftig Kinder, deren Mütter sich ohne legale Genehmigung oder mit einem temporären Visum in den USA aufhalten, die US-Staatsbürgerschaft nicht mehr erhalten sollen („ending birthright citizenship“); ein Dekret, das „die Einreise von Personen, die an der Invasion der USA beteiligt sind“, aussetzt, was faktisch Asyl für Menschen verhindert, die an der Südgrenze ankommen; und zuletzt ein Dekret, das Übertritte von Migrant*innen entlang der US-mexikanischen Grenze zu einem nationalen Notstand erklärt, was dem Präsidenten erlaubt, einseitig Bundesmittel für den Bau einer Grenzmauer freizugeben, die Haftkapazitäten auszuweiten und den Einsatz des Militärs an der Grenze anzuordnen.
Wir haben mit Amanda Frost gesprochen, Professorin an der University of Virginia und Direktorin des dortigen Programms für Immigration, Migration und Menschenrechte.
Nach unserem Interview hat ein Gericht das erste Dekret zur Staatsbürgerschaft ausgesetzt.